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Hügeltreff

Wenn jemand diesen Blog besucht, stellt er sich vielleicht die naheliegende Frage, warum dieser mit „Hügeltreff“ betitelt worden ist.


Dieses Geheimnis möchte ich nun etwas lüften.
Zuerst ist zu erwähnen, dass dieser Blog von zwei Mädels betrieben wird, die sich schon eine ganze Weile kennen. In dieser Zeit ist viel passiert und doch ist auch viel so geblieben wie es vom Beginn an typisch für diese Freundschaft war.


Um den „Hügeltreff“ charakterisieren zu können eignet sich am besten eine zu 85%wahre Geschichte zu dem selbigen.


Es war ein eigentlich ganz normaler Tag vor einigen Jahren, der für mich doch sehr von Bedeutung war. Es war der Tag danach. Der Tag an dem man so langsam realisiert was zuvor geschehen ist, an welchem man versucht sich alles etwas besser zu reden. „Is doch gar nicht so schlimm“, denkt sich der Kopf. „Es verwirrt und irritiert mich, es tut mir sogar etwas weh“, sagt das Herz. Somit ist man als menschliches Wesen leicht überfordert und brauch erst einmal etwas frische Luft, da man sonst Gefahr läuft Amok zu laufen.


Also machte ich mich auf den Weg unter den freien Himmel. Die Sonne schien fast spöttisch auf mich herunter zu schauen, ihr helles Licht blendete mich zunächst. Noch auf der Treppe raus aus dem engen Räumen des Hauses wählte ich eine mir altbekannte Nummer. Wie immer in solchen misslichen Lagen wurde meine Anfrage positiv erwidert.

So lief ich Schritt um Schritt und entfernte mich von meinem Zuhause. Unterwegs begrüßte ich noch die Nachbarschaft. „Ja mir geht’s sehr gut und Ihnen?“, welch Lüge-und ich war erst ein paar Meter gegangen. Die frische Luft, die einem doch so gut tun soll, brachte bei mir keine Besserung meiner Laune. Ich war hin und her gerissen zwischen Gut und Böse. Was am Vortag passierte machte mich sehr glücklich und betrübte mich zu Tode zugleich. Wie konnte ich so etwas machen? Warum habe ich dies getan?

Ich weiß es bis heute noch nicht.

Nach dem ich unsere Straße fast durchquert hatte bog ich, wie schon so viele Male zuvor, rechts auf einen kleinen Feldweg ein. Die Wiese unter meinen Füßen war von dem Regen der letzten Tage noch etwas aufgequollen. Ähnlich wie meine Augen. Denn da ich nicht wusste was ich fühlen sollte, hatte ich am Vorabend einfach mal geheult-einmal vor Glück, eine Sekunde später vor Traurigkeit.


Mein Puls wurde immer schneller. Mein Herz schien mir bald in den Kopf zu springen. Naja, vielleicht würden sich die beiden dann endlich mal einig werden. Ich war mir nicht sicher, ob dieses starke Pochen von der Anstrengung kam-der Feldweg wurde nach und nach nämlich immer steiler. Oder ob ich Angst vor dem mir bevorstehende hatte. Die nächste Zeit würde zeigen, ob ich ein total behämmerter Mensch bin oder doch nur ganz normal. Vielleicht würde ich verstanden werden, vielleicht aber auch mal endlich den Kopf gewaschen bekommen.


So näherte ich mich einem bekannten und eigentlich geliebten Ort. Wie viele Stunden hatte ich wohl schon dort verbracht? Wie viele Muskelkater im Bauch hatten ihren Ursprung hier? Es waren sehr viele, dies scheint sicher. Nach einiger Zeit näherte sich eine Person. Alles wie immer eben. Ich war froh diese endlich zu sehen. Endlich konnte ich mein Herz ausschütten und diesen Druck loswerden. Endlich mit jemandem darüber reden. Die Person kennt mich genau, mittlerweile sogar noch viel besser als an dem besagten Tag. Wie so oft liefen wir zunächst über die Felder, danach ließen wir uns auf einem Hochstuhl nieder. Die Aussicht von da aus war toll. Es ist so ein Platz an dem es sich phänomenal singen und schreien lässt, da man sich sicher ist, dass keiner einen hört. Auch wenn dies nur trügt, man fühlt sich dennoch so herrlich zusammen allein.


Nach ein paar Minuten kamen wir zu dem Thema, dass mich seit dem Abend zuvor am meisten beschäftigte. Eines muss ich hierbei noch erwähnen, wie schon tausendmal zuvor musste ich die meisten Sätze gar nicht erst zu Ende sprechen. Mein Gegenüber wusste schon früher, was ich loswerden wollte.


Langsam rückte ich mit der Sprache raus, es fiel mir schwer, es war irgendwie surreal das auszusprechen, da es bis zu dem erwähnten Zeitpunkt unmöglich erschien das so etwas passiert. Ich versuche mich hier etwas kürzer zu fassen als an jenem Tag auf dem Hochstuhl. Der besagte Abend war im Prinzip wunderschön. Vielleicht einer der schönsten. Ich hatte mich mit einem Jungen getroffen den ich sehr mochte. Wir erzählten und erzählten wie wir es immer taten. Wir hörten zusammen Musik und lachten zusammen. Auch dies war alles völlig normal, alles im grünen Bereich. Doch irgendwann, fragt mich nicht wieso, lagen wir nebeneinander auf dem Bett und küssten uns. Ein außergewöhnlich gutes Gefühl machte sich breit. Der Abend schien echt perfekt. Es gab nur einen Schönheitsfehler.

Dieser Junge war seit Jahren mein bester Freund.


„Eigentlich“, so sagte mein Herz, “fühlt sich das doch richtig an.“ „Du hast die größte Scheiße gebaut, die man überhaupt bauen kann!“, sagte mein Kopf im selben Augenblick. Denn was mein Herz nicht so richtig verstand war, dass ich meinen allerbesten Freund damit wehtat. Klingt komisch ist aber so. Dieser war, soviel wusste ich, mal sehr in mich verliebt. Es hatte eine Zeit lang gedauert bis daraus eine Freundschaft entstehen konnte, ohnedem dass er eifersüchtig war oder sich Hoffnungen auf mehr machte. Und das alles hatte ich in nur einem unüberlegten Moment, in dem die Stimmung passte und ich mich geborgen fühlte, kaputt gemacht. Als er kurz nach unserem „Zusammentreffen“ das Haus verließ strahlte er-so verdammt glücklich hatte ich ihn zuvor noch nie gesehen. Ich hingegen wurde todtraurig, denn ich wusste ich würde ihm das Herz brechen, und die Vertrautheit die unsre Freundschaft so wertvoll machte gnadenlos mit Füßen treten. Denn auch wenn es ein schöner Abend war, er war doch „nur“ mein bester Freund.


Auf diese Geschichte reagierte mein Gegenüber völlig überrascht aber dennoch irgendwie gelassen. Lösungsvorschläge wurden mir entgegengebracht und mir wurde versichert, dass ich doch nicht so ein schlechter Mensch wäre wie ich anfangs dachte.


Noch einige Zeit saßen wir beide dort zusammen auf dem Hochsitz, bevor wir unseren Heimweg antraten. Als ich diesen nahm hatte ich, trotz der Angst vor einer Aussprache mit meinem besten Kumpel, ein Lächeln im Gesicht. Mein Gesprächspartner auf dem Hochsitz hatte mal wieder Höchstleistung verbracht und meinen Tag, sowie meinen Kopf vorm Zerplatzen gerettet.


So endeten eigentlich fast alle Verabredungen, die mit einem kurzen Anruf „Ich hab ein Problem! In einer viertel Stunde auf dem Hügel?!“ angefingen. Man macht sich auf den jeweiligen Heimweg, zwar mit dem Wissen das vielleicht nicht alles gut ist, man aber jemanden hat, der immer für einen da ist.
So enden eben die typischen „Hügeltreffs“.


So viel zu dem „Geheimnis Hügeltreff“. In neuerer Zeit muss dieser leider meist einem Telefongespräch weichen, dennoch bleibt der Rest eigentlich wie immer.


Manche Dinge sind einfach gut und sollten es auch bleiben


Aufgrund dessen gibt es diesen, den neuen Medien sowie, der sich aus der Entfernung ergebende Mangel an Verabredungsmöglichkeiten angepasste Hügeltreff…
12.1.11 21:01
 
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